Die Brille richtig einstellen, so dass sie passt – November 12th, 2011

Rund jeder zweite Deutsche ist Fehlsichtig. Ein Großteil derer greift für die Korrektur auf eine Brille zurück. Doch diese kann nur dann richtig helfen, wenn die Gläser und der Sitz der Brille optimal zum Träger passen. Deshalb ist es sehr wichtig, dass man eine Brille immer bei einem Fachmann in Auftrag gibt. Lesehilfen aus dem Supermarkt oder der Drogerie sind hier nicht der richtige Weg. Denn diese Brillen sind wirklich nur als Hilfe gedacht und dementsprechend konzipiert. Doch worauf sollte man bei der Anpassung achten und wo lässt man diese bestenfalls vornehmen?

Die Dioptrie

Die erste wichtige Anpassung für die Brille nimmt der Augenarzt oder der Augenoptiker vor. Hierbei handelt es sich um die Bestimmung der benötigten Dioptrien. Diese werden mit Hilfe einer Augenüberprüfung festgestellt. Hat man noch nie eine Brille getragen oder liegen Augenerkrankungen vor, übernimmt diese Refraktion der Augenarzt. Bei Folgebrillen wird der Augenoptiker zur Tat schreiten.

Das Brillenrahmen / Gestell

Die dort ermittelten Werte sind mitentscheidend für den Brillenrahmen. Je nach Stärke der Gläser sollte dieser ausgewählt werden. Zudem ist auch hier bereits auf den guten Sitz des Rahmens zu achten. Denn gerade Kunststoffrahmen lassen sich im Bereich der Nase im Nachhinein nur sehr schlecht anpassen. Ein Gestell mit entsprechender Brückenweite ist hier also unumgänglich. Ebenfalls muss die Länge der Brillenbügel im Auge behalten werden. Zwar wird bei der Endanpassung der Brille das Bügelende entsprechend der Ohrform gebogen. Allerdings kann nur dann gebogen werden, wenn auch genügend Bügel vorhanden ist. Wer sich für ein Modell mit zu kurzen Bügeln entschieden hat, sollte den Optiker bitten, entsprechende Bügel zu bestellen. Viele Brillenhersteller stellen ihre Brillenmodelle in unterschiedlichen Größen her. Das Mittelteil und die Bügel können dann separat als „Ersatzteil“ bestellt und entsprechend montiert werden.

Korrekte Anpassung der Gläser

Hat man das passende Gestell gefunden, so dient dies nun für die korrekte Anpassung der Gläser. Der Augenabstand und die Einschleifhöhe sind hier entscheidend. Denn stimmen diese beiden Werte nicht, entsteht ein so genanntes Prisma, wodurch die Sehqualität deutlich beeinträchtigt wird. Beide Werte – Augenabstand und Einschleifhöhe – ermittelt der Augenoptiker.

Nach dem Einpassen der Gläser in den Rahmen wird die Brille richtig angepasst. Die Nasenstege und Bügelenden werden gebogen, der Bügelaufschlag der Kopfform entsprechend gewählt. Auch hier tritt wieder der Augenoptiker in Erscheinung und nimmt diese Anpassungen vor.

Nachhaltige Anpassung der Brillen

Im Laufe der Zeit wird sich bei jeder Brille der Sitz etwas verändern. Die Bügel weiten sich, eine Druckstelle hinter dem Ohr entsteht oder die Nasenstege haben sich verbogen. Kein Grund zur Beunruhigung, denn in allen Fällen kann der Augenoptiker weiterhelfen. Er richtet die Brille kostenlos und erneuert gegebenenfalls Bügelenden und Nasenstege. Auf keinen Fall sollte man eine Brille selbst richten. Hierfür wird entsprechendes Werkzeug benötigt, das nur ein Augenoptiker hat. zudem ist es eine Frage der Garantie. Denn wenn bei eigenen Richtversuchen etwas abbricht, fällt das nicht unter die Garantie und man muss die Reparatur in voller Höhe selbst begleichen. Deshalb keine Selbstreparaturen nach einem Zusammenstoß, dem unglücklichen Einschlafen auf dem Sofa oder nachdem die Brille runtergefallen ist. Hierfür gibt es überall fachkundiges Personal, welches sehr gerne weiterhilft.

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